Kurz, freundlich, konkret: „Wir atmen zweimal ruhig aus“, „Wir sammeln fünf Eindrücke, starten bei Sehen“. Immer gleiche Sprache baut Sicherheit auf und erleichtert den Einstieg. Vermeide Bewertungen, setze stattdessen auf Einladung und Struktur. Ein Satz kündigt die Minute an, ein weiterer beendet sie und verknüpft sie mit der nächsten Handlung. So werden Übergänge zuverlässig und kurz. Die Klasse spürt Verlässlichkeit, die Lehrkraft gewinnt Führung, ohne lauter zu werden, und die Lernzeit bleibt geschützt.
Ein abgemachtes Handzeichen, eine sanfte Glocke oder ein leiser Lichtimpuls startet die Minute. Ein visueller Timer zeigt, wie die Zeit verrinnt, ohne Druck zu erzeugen. Wer visuelle Unterstützung braucht, orientiert sich, wer auditiv tickt, folgt dem Ton. Das reduziert Diskussionen, verhindert Überraschungen und bündelt Aufmerksamkeit. Nach Ablauf folgt eine klare, kurze Überleitung. Die technische Einfachheit ist Absicht: weniger Reiz, mehr Wirkung. So bleibt die Klasse im Prozess, statt in Erklärungen hängen zu bleiben.
Ein bis zwei Lernende übernehmen wöchentlich kleine Aufgaben: Timer starten, Material bereitlegen, Signal geben, Rückmeldungen sammeln. Diese Verantwortung erhöht Beteiligung und entlastet die Lehrkraft. Wichtig ist Rotation, damit viele Erfahrungen sammeln. Die Rolle bleibt unterstützend, nicht kontrollierend. Am Ende der Woche berichten die Coaches kurz, was gut funktionierte und was angepasst werden könnte. Dadurch wird die Klasse Mitgestalterin der eigenen Ruhepraxis, was Identifikation, Motivation und Nachhaltigkeit spürbar stärkt.